60 MINUTEN SCHOKOBRAUN – NNÑDR!

vorletzte woche bin ich trotz einigen unruhen nach nicaragua aufgebrochen, denn cocsi, kressi und ma warteten auf ometepe mit bergkäs, landjäger und senf auf mich. also bin ich am freitag 4. mai, mit dem ersten bus nach san pedro sula, von dort mit einem bus bis nach danli, von da nach el paraíso und dort zu fuß über die grenze nach las manos, dann weiter nach ocotal und da hab ich grad noch den letzten bus nach estelí erwischt! aufgrund von lästigen, zahnlosen mit glodzähnen bestückten typen, habe ich kurz mal wieder meinen schmuck ausgepackt und eine verheiratete frau gespielt. im hostel angekommen, hab ich einen supermarkt aufgesucht und mir den teuersten ziegenkäse und ein bier gekauft! nach einer heißen dusche und ein paar stunden schlaf ging es weiter nach managua, da hüpfte ich in ein taxi um zum nächsten bus zu gelangen.. immer näher bei meinen gespannt wartenden freunden, kam ich endlich in san jorge an und schon bald saß ich auf der fähre! mit einem fuß auf der insel wedelten mir auch schon drei bekannte gesichter mit einem kühlen bier entgegen und schon bald wurde ich in unsere gemeinsamen reisepläne eingeweiht. als erstes wurde mir mitgeteilt, dass wir mopeds ausleihen und ich eines davon fahren werde.. also mit moped fahren hab ich etwas erfahrung aber wenn es dann auf einmal eine 125er maschine ist, ist es doch ein bisschen spannender und vorallem ohne führerschein und mit kressi hinten drauf. aber der polizist unserer reisegruppe meinte nur „das passt scho, du kascht das!“ so sind wir erst mal an einen tollen strand zum baden mit sonnenuntergang gefahren (zur probe ob ich das auch schaffe). am abend gab es dann einen leckeren fisch und party und tanzen mit viel schwitze! am nächsten tag fuhren wir einmal um den vulkan concepción, über stock und über stein, bis zur anderen insel. herrlich und anstrengend, ein roller ist nicht das wahre für off-road strecken aber lustig ist es schon. nach dem besuch einer verrückten vogelfrau gingen wir kajaken. flussaufwärts ging es durch den dschungel und zum sonnenuntergang waren wir wieder auf dem see und haben das leben einfach mal genossen. später wurde gegessen und karten gespielt.
am nächsten tag fuhren wir nach managua und weiter nach leon, dort haben wir ziemlich gut gegessen und getrunken und wieder karten gespielt! am nächsten morgen gingen wir mit lauter unfreundlichen franzosen in der gruppe auf den cerro negro zum volcano boarding.. ziemlich cooler vulkan, aber danach ist man wirklich sehr sehr dreckig, das dreifache vom acatenango mindestens. beim runter rodeln hat man danach den staub überall, also rodeln im schnee ist um einiges besser! aber die farben im krater sind der hammer und der geruch – der erinnerte mich an früher, als wir an kalten wintertagen ins hallenbad gingen (chlor)!
dreckig und verschwitzt packten wir unsere sachen wieder und verließen leon, die stadt ist nicht so toll.. außerdem waren sie da auch immer ein bisschen am demonstrieren und so. also ging es weiter nach las peñitas in ein öko – surf hostel, da wars wirklich schön, wir surften wie die profis – zumindest mit dem gleichen brett! eine fahrradtour ins andere dorf, mit der hoffnung etwas zum „tüntolo“ zu finden, ging voll daneben.. aber cocsi hat ihre kletterschuhe noch in betrieb genommen, blöd war nur, dass der fels brüchig war, doch die freude die schuhe nicht umsonst mitgeschleppt zu haben, war umso größer. nach dem alle irgendein wehwehchen vom surfen hatten und die beschrifteten landjäger aus dem gemeinschafts-kühlschrank geklaut wurden, wollten wir nach masaya – märkte und vulkan und so, jedoch vor lauter chill, surf, eat, drink, repeat, vergaßen wir nachrichten zu checken und landeten in einem leeren managua und spazierten zu einem hostel, da wir so spät ankamen dass sich masaya direkt nicht mehr ausging. im hostel erfuhren wir, dass wieder menschen erschossen wurden und die straßen nach masaya blockiert sind.. das war richtig scheisse. am nächsten tag wurde uns gesagt, dass die straßen offen sind masaya allerdings ziemlich verwüstet ist, also einigten wir uns auf granada. wir spazierten also wieder zur bushaltestelle und verabschiedeten uns von einem mitglied unserer reisegruppe – MA, der wollte einfach noch nach cuba. also dann in granada angekommen, in einem super stylischen hostel untergebracht, fanden wir ums eck den besten burriko (ja burriko nicht burrito) der welt und waren wieder zufrieden. und endlich konnten wir „tüntolo“ schokolade probieren und herum spazieren. gegen abend wurden wir aber vom hostel gebeten uns dort aufzuhalten denn es sind mittlerweile ja 2 parteien am demonstrieren und die haben rauchbomben, steine, pistolen und raketen oder so, halt eh wie im dezember hier in honduras.. ich als alte rebellin wäre am liebsten mitmarschiert und hätte dann fix nicht mehr aufgehört mit „fuera JOH“. aber die cocktails im hostel waren dann doch besser! am sonntag war es wieder ruhig aber wir blieben in der stadt und unternahmen keinen ausflug, wir haben „getüntolot“ was das zeug hält und beschenkten uns selber mit einer schokoladen massage, das war der krönende abschluss würde ich sagen, wir rochen danach wie eine praline und für 60 minuten war ich schokobraun! also wenn man nach granada geht muss man unbedingt dahin – zum schokoladen spa! am montag morgens um 3 sind wir in granada mit einem taxi los richtung managua, mein bus ging um 5 und cocsi und kressi mussten auch zum flughafen. unsere letzte gemeinsame taxifahrt war dann noch richtig heiss, straßensperren mit brennenden reifen und mauern, wir hatten einen ziemlich coolen taxifahrer der hat denen einfach ein bisschen geld gegeben, doch dann nahmen die ihm aber alle seine cordobas ab und bei der nächsten sperre hatte er dann nichts mehr (ich hätt schon noch ein bisschen was gehabt) aber es ging dann so mit ein bisschen reden. etwas komisch fühlt es sich schon an, wenn man da so im auto sitzt und draußen stehen die demonstranten mit verdeckten gesichtern und feuer und so. aber es soll sich ja was ändern jedoch ist es schwierig, wir sahen es ja auch hier in honduras!  auf alle fälle sind wir alle wieder gut nach hause gekommen und ma genießt hoffentlich noch seine tage auf cuba, ganz bestimmt mit viel cuba libre – nnñdr! die langen busfahrten waren es auf jeden fall wert, nicaragua – ein weiteres land in dem ich leben könnte.
zurück in meinem geliebten santa rosa hat mich gleich viel regen begrüßt, ich hab kein warmwasser und während meiner abwesenheit hatten die fliegendenden ameisen eine party in meinem rapunzel turm.. jetzt habe ich noch ungefähr einen monat und dann muss ich meine rucksäcke wieder packen. diese werde ich wohl lachend und weinend zugleich packen.
viel spaß beim bilder schauen
besitos anita
ometepe – vulcano concepción
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jessos maria
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sollte ein herz sein
nnñdr!
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león
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auf dem weg zum volcano boarding
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las peñitas
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wer machot do match?
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das bin ich
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gedenkstette für die opfer in managua
granada
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reisen kann anstrengend sein
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der beste burriko
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für 60 minunten schokobraun.. sooo gut

2 Antworten auf „60 MINUTEN SCHOKOBRAUN – NNÑDR!“

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