… als man denkt.
und dann ist man zuerst mal richtig sauer – nachdem nämlich in honduras vorweihnachtliche kriegszustände herrschten, mit einigen toten, vielen verletzten und über 900 neuen gefängnisinsassen, ging in santa rosa so einiges aus. wir hatten kein gas mehr und die supermärkte waren etwas leer. ein paar tage lang war es nicht möglich von einem ort zum anderen zu kommen, auch konnten die menschen den flughafen nicht verlassen und aus diesem grund blieben isi und sibell zu hause. keine weihnachten in der karibik, kein inselleben zum jahres ende.. also habe ich weihnachten in santa rosa mal ganz anders verbracht, nämlich bei meiner freundin claudia und ihrer ganzen familie. die familie hat ein bestattungsinstitut und als ich da ankam war noch eine beerdigung – ganz anders eben. später haben wir getanzt, gegessen und getrunken. die kinder spielten fangen und versteckten sich zwischen den leeren särgen, irgendwann haben sie feuerwerksböller bekommen und dann gings nur noch bum bum bum. um mitternacht wünschte man sich frohe weihnachten und unterm baum lagen viele geschenke, dann gab es feuerwerke wie bei uns zu silvester und danach waren alle müde und gingen schlafen!
..
mein weihnachtsgeschenk war heuer meine residentcard für honduras, die kam am 24. um 18:30 uhr per bus aus tegucigalpa und hat meine schlechte laune etwas verbessert. am 25. habe ich meinen rucksack gepackt und am 26. bin ich dann mit dem bus richtung grenze nach el salvador, diese habe ich dann zu fuß überquert und den nächsten bus nach san salvador genommen. für 6,50 dollar kann man von santa rosa nach san salvador fahren! also #dontskipelsalvador es ist ein wunderschönes land. ich muss echt sagen ich habe mich kein einziges mal unsicher gefühlt, außer vielleicht einmal aber dazu komm ich später noch.

chickenbus
ich hab etwas lang gebraucht bis ich in san salvador ankam, chickenbusse sind etwas langsam und es geht ja auch auf und ab und den bussen fehlt es an power. aber ich hab es genossen, die aussicht, die kleinen pueblos durch die der bus fuhr – wunderschön! dann kam ich endlich an. ich hatte ein tolles hostel gebucht, da gabs am abend pupusas zum selbermachen – wenn ich wieder daheim bin werde ich euch allen zeigen wie man die besten pupusas der welt macht!! auf jeden fall habe ich an dem abend gleich eine reisefreundin gefunden. marina aus russland, lebt in mexiko stadt und war auch gerade allein unterwegs. am nächsten tag haben wir san salvador erkundet und uns dauernd verlaufen, weil maps.me uns in die irre führte. allerdings haben wir dann eine brauerei gefunden, da hat’s uns dann gefallen! am nächsten tag gingen wir zum nationalpark el boqueron und bestiegen innerhalb von 10 minuten den toten vulkan san salvador. danach ließen wir uns zum lago ilopango fahren und dort genossen wir den ausblick, bevor wir mit unseren kameras dieses, alte halb zerfallene, in den 50ern fix wunderschöne feriendomizil, erkundschafteten.
..
..
..
..
..
..
..
..
der krater da unten und ich
..
..
..
..
am nächsten tag ging es zu fuß mit rucksack auf dem buckel zur nächsten bushaltestelle und weiter ging es nach el tunco zum strand. wiedermal hat maps.me versagt und wir sind 10 km zu früh ausgestiegen. glücklicherweise saßen wir dann grad so vor einer pulperia und nach dem wir kurz darüber gesprochen hatten ob wir einfach autostoppen sollen, saßen wir auch schon im auto von zwei surferboys richtung el tunco. ein paar tage beachlife, sunset konzerte und ein lagerfeuer zu silvester am strand. rosario, rené und nana kamen für neujahr auch nach el tunco! und wir sind alle auf einem fuß ins neue jahr gehüpft – herrlich!
..
..
..
..
..
..
..
der letzte sonnenuntergang 2017
der erste sonnenuntergang 2018
..
der himmel war ganz besonders am 1.1.
nach dem wir die silvesternacht gut überstanden haben, sind marina und ich nach juayúa – ein wunderschönes dörfchen mitten im grünen, auf der ruta de flores. das hostel war wunderbar, ausblick auf vulkane, rießen garten und ein großes bad mit heißer dusche! am nachmittag fuhren wir mit dem bus nach ataco, ein weiteres dörfchen auf der ruta de flores mit ganz vielen bemalten mauern – sehr idyllisch! dann wollten wir auf einen aussichtspunkt, das war keine gute idee.. beim raufgehen war so ein merkwürdiger typ mit hund unterwegs und wir fragten den dann auch noch nach dem weg, der ist dann aber sonst wo hin mit seinem hund und als wir da oben ankamen sahen wir ihn mit einem anderen typen und macheten.. marina und ich schauten uns an und dachten beide das selbe, husch husch husch runter von diesem hügel, wir mussten schnellst möglich unter menschen. unten angekommen waren wir sehr froh nicht ausgeraubt geworden zu sein und gingen zum bus um nach juayúa zurück zu fahren. am nächsten morgen starteten wir gleich nach dem frühstück unsere wanderung der sieben wasserfälle. um die ersten beiden zu erreichen hatten wir eine abenteuerwanderung durch den dschungel und mussten tatsächlich aufpassen das wir nicht abstürzten. war echt cool, beim letzten wasserfall haben wir dann gebadet in diesem herrlich frischen kühlen wasser! ein traum.
..
..
..
..
..
..
..
..
..
..
..
..
..

..
..
..
..
..
..
..
..
dann ging es weiter nach santa ana, in eins der besten hostels der welt (casa verde). nach dem wir die stadt erkundschaftet haben, gingen wir zum supermarkt und danach wurde gekocht denn die hostelküche war mega! die anderen backpacker waren auch alle sehr nett und somit haben wir ausgemacht das wir am nächsten tag alle gemeinsam den vulkan santa ana besteigen werden! gesagt getan, rauf auf den vulkan und wow. einfach wow! die farben, der rundumblick – meeega. nur stinken tuts, doch das ist einem bei dem was man sieht sowas von egal! nach dem wir den vulkan wieder verlassen haben sind wir auf ein bier zum lago coatepeque, haben dort gebadet und denn sonnenuntergang genossen.
am morgen mal von der ferne betrachtet dieser santa ana
ausblick während des aufstiegs auf andere vulkane
oben
..
..
..
ausblick genießen
danach baden
..
letzter sonnenuntergang in el salvador
gestern bin ich wieder mit etlichen chickenbussen nach santa rosa getuckert und gut angekommen. hier ist es immer noch kalt doch ich hoffe das geht nicht mehr allzu lange und wir können auch hier bald die sonne genießen. el salvador ist ein kleines aber wunderschönes land, auch wenn im internet steht, dass es gefährlich ist, glaubt nicht immer alles was da steht. nicht alle menschen sind böse. ich glaube man kann jedes land bereisen, wenn man etwas aufpasst. es hat jedes einzelne land seine eigene schönheit, genauso honduras und auch alle anderen länder. es gibt in jedem land böse und gute, die meisten menschen, eigentlich alle die ich hier treffe sind nett und sehr hilfsbereit. das leben ist schön. ein frohes neues jahr, bussi bussi eure anita!
