AUF UND AB UND HIN UND HER UND RUNDHERUM

jetzt hab ich aber wirklich schon lange nichts mehr geschrieben. Ich musste einiges erledigen, zum ersten ist mein compi eingegangen und in ganz honduras gibt es keinen computerfuzi der mir das richten hätte können, die hätten den in die usa geschickt und wer weiß wann der zurück gekommen wäre.. also hab ich einen neuen laptop gekauft und das ist in honduras auch keine einfachheit. da merkt man dann mal so richtig das wir hier in einem armen land sind. aber ich habe jetzt wieder ein compi, mir fehlen nur noch einige programme aber die krieg ich auch noch – irgendwie. also alles wieder gut.

nach dem ich dann 2 wochen ohne compi war, konnte ich auch nicht wirklich arbeiten, weil,  naja so als grafikerin ohne compi ist das heut zu tage nicht mehr so einfach. allerdings habe ich dann angefangen mit basteln und meine wohnung wurde zur werkstatt. und ich hab einen ganzen block voll gesudelt, das hat auch was. allerdings wäre es dann halt schon toll wenn man es dann digitalisieren könnte.

abseits von compi und arbeit hatte ich einige sehr sehr tolle wochenenden, mit grillen im garten und livemusik – das war einer der schönsten sonntage überhaupt. es gibt da diese band, eine studentenband, die covern einige songs und wir haben die auch für ein geburtstagsfest organisiert – das war übrigens auch voll das tolle fest in jen’s garten. tanzen bis um vier. ja und auf jeden fall dann, an dem einen sonntag in rosario’s garten mit der band und grillen den ganzen tag, bei sonnenschein, das war einfach herrlich. da hab ich mir gedacht, ich will hier bleiben, ich will das die zeit stehen bleibt. weils so schön ist und so. jedoch hab ich manchmal schon etwas sehnsucht, nach meinen zwei tollen mädels annika und ida. und dann freu ich mich auch auf daheim. natürlich auch auf den ganzen haufen freunde und familie.

letztes wochenende war ich am lago de yojoa, celeste hatte geburtstag und somit sind wir zu viert – celeste, rosario, rené und ich zum see gefahren. in ein hotel direkt am see, wunderschön, und das essen super lecker – frischer fisch vom fritz. und am sonntag sind wir kajakfahren gegangen, der see hat so gut wie keine zugänge zum wasser, ein paar fischer und ein paar andere kajaktouristen und sonst vögel und bäume und grün und wasser und stille. und wir. es war wunderbar. irgendwann während wir da so auf dem wasser rum paddelten, stellten wir fest, dass wir keine sonnencreme dabei haben. ups. wir haben irgendwie alles vergessen, deshalb hatten wir dann unsere t-shirts als kopfbedeckung benutzt und gehoft am rest unseres körper keine farbe anzunehmen. haha. nach dem wir die kajaks zurück gegeben haben, waren wir so stolz nicht einen hauch von rot an uns zu finden. dann gingen wir essen. danach der große schock, alle feuerrot bis auf rené. hopala. aloe vera hat dann ganz gut geholfen. das war zwar echt ein böser sonnenbrand aber der tag war so toll, da wars mir doch grad wurscht.

ich hätte vor einem halben jahr nie gedacht das ich mich so wohlfühlen würde hier. als ich ankam war ich bei dieser familie, die so ganz und gar anders tickt als ich, komplett andere vorstellungen vom leben hat und alles. und ich mittendrin. doch dann lernte ich diese mittwochs-frauen-bier-gruppe kennen. wir gehen jetzt zwar nicht mehr jeden mittwoch was trinken dafür an anderen tagen. aus diesem ersten abend mit den ganzen mädels entstanden so viele freundschaften. eins führte zum anderen und jetzt ich bin sowas von integriert in diesem dorf. ich fühl mich so copaneca wie schwarzenbergerin. das leben hier ist so spannend. jeder tag ist anderes, immer wieder was neues. meine arbeit hier, die wird geschätzt. ich gestalte schöne dinge und die werden dann auch gedruckt und benutzt. ich erlebe ein land in seiner kriese. ich bereite gerade einen workshop vor – der nächste woche beginnt. dieses wochenende haben wir konzerte und das gestern war super schön. mein spanisch ist ganz und gar nicht perfekt aber ich rede und ich kann mich verständigen. es fühlt sich gut an. ich habe ein haustier – geko friedl. ich sehe dinge die mich traurig machen und dann wieder andere die mich glücklich machen. ich gehe jeden dienstag tanzen. und jeden donnerstag mach ich yoga. ich hab mal aufgehört zu rauchen, für ein paar tage, dann war ich beim frisör, es haben schon einige frisöre an meinem kopf einen pfusch vollbracht, aber diese hier hat alles geschlagen – danach brauchte ich eine zigarette. wenn meine haare wieder schön sind versuche ich einen neustart mit dem aufhören.

ja so ist das leben in honduras, es geht auf und ab und hin und her und rundherum. so genug geschrieben. bussi bussi und bis bald

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und alle singen

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lago yojoa. ausblick aus dem zimmer

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piratin äneita

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meine piratengang

..superman

hat ein fisch gefangen

finde den vogel

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